Ein wundervoller Abschnitt von Serge Kahili King:
„Die meisten Philosophen lehren, dass wir relativ machtlos sind. Wahre Macht hingegen existiere außerhalb von uns in Gestalt eines von der Schöpfung getrennten Gottes oder als willkürlich handelnde Götter und Göttinnen, als Schicksal, Ereignisse der Vergangenheit, Gene von unseren Vorfahren, Gesellschaft (das heißt: andere Menschen), Regierung (das heißt ebenfalls: andere Leute), Eltern, eine spirituelle Hierarchie aufgestiegener Meister, Mächte des Bösen, die Natur … buchstäblich überall, aber eben immer außerhalb von uns.“

Treffender kann man es kaum zusammen fassen. Dabei ist das Gegenteil der Fall.

Weiter im Text:
„Kein anderen macht Sie unglücklich. Sie können sich selbst unglücklich machen, wenn andere nicht so handeln oder sich verhalten, wie Sie es wollen, oder nicht so, wie Sie meinen, dass sie es tun sollten.“

Und dies führt zu den zwei Polen, die unser unbewusstes Leben bestimmen:

Erfahrung und Erwartung
Die Erfahrungen sind der eine Pol unseres Denken. Alles was passiert wird damit verglichen. Jede Bewertung bezieht sich auf die gemachten Erfahrungen. Die vielzitierte Herdplatte ist ein Beispiel dafür – und sie zeigt auch auf, dass Erfahrung an sich nicht gut oder schlecht ist. Vielmehr gilt es sich von ihr zu lösen, um achtsam im Augenblick sein zu können.

Auf dem anderen Pol steht die Erwartung, also das Denken wie etwas sein sollte. Mein Arzt sagte: »Unzufriedenheit ist die Folge von Unbescheidenheit«. Bescheidenheit, also ohne Erwartungen zu sein, eine schöne Eigenschaft. Eng verbunden mit Demut.

Zwischen den beiden Polen ist der Augenblick. Oft gefangen zwischen unseren Erfahrungen und unseren Erwartungen. Manchmal bleibt dem Augenblick nur ganz wenig Raum, um sich zu entfalten. Dann sind Erfahrung und Erwartung dominant.

Doch wie so oft im Leben ist vieles kein Erkenntnisproblem, sondern eine Umsetzungsherausforderung 🙂

 Nun weiter im Text von Serge Kahili King:
„Wenn manche Menschen anfangen, mit dem Gedanken zu spielen, dass Sie selbst die Urheber und Schöpfer ihres Erlebens sind, kommen sie oft auf die merkwürdige Idee, dass niemand sonst etwas damit zu tun habe. Von dem Extrem, völlig machtlos zu sein, springen Sie zu dem gegenteiligen Extrem, alle Macht zu besitzen. Richtig aber ist: Jedermann hat die Macht, sein eigenes Erleben zu erschaffen. In jeder Situation und in jedem Geschehen schaffen alle betroffenen Menschen ihr eigenes Erleben. Jeder hat also die gleiche Macht.“

Eine typisch menschliche Eigenschaft. Von einem Extrem ins andere Extrem. Wie ein Pendel, welches sich erst nach einer gewissen Zeit „richtig“ einpendelt.

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