Der letzte Tag des Jahres. Irgendwas verleitet uns Menschen (einen Großteil davon) zu glauben, wenn er heute Ziele für das nächste Jahr setzt, wäre dies ein guter Gedanke. Das Ganze nennen wir ›gute Vorsätze‹.

Meine Empfehlung: Lass es einfach, keine guten Vorsätze für das neue Jahr.

Diese Empfehlung ist empirisch unterlegt. Die meisten der guten Vorsätze des Jahreswechsels setzt du nicht um. OK, die ersten zwei oder drei Tage, manchmal sogar Wochen, die hältst du durch. Danach ist es wieder vorbei, du gibst die guten Vorsätze auf. Die Erfolgschancen für eine nachhaltige Umsetzung sind – gerade weil sie an Silvester gefasst werden –  gering.

Diese Empfehlung ist psychologisch hinterlegt. Bei geringen Erfolgsaussichten fühlst du dich durch die Nichtumsetzung schlechter. Dein Selbstwertgefühl sinkt. „Wieder nicht geschafft!“ Wenn du dir jetzt gute Vorsätze vornimmst, startest du unter erschwerten Bedingungen in das neue Jahr.

Diese Empfehlung ist realistisch. Warum sollte der Wechsel einer Jahreszahl dazu führen, dass aus deinen Gedanken nachhaltige Handlungen, Veränderungen folgen? Warum ändert eine neue Zahlenkombination dein Verhalten (meist eine längere Gewohnheit)?

»Das Rationale am Menschen sind die Einsichten, die er hat.
Das Irrationale ist, dass er nicht danach handelt.«

Friedrich Dürrenmatt

Mache dir nichts vor, wenn du es wirklich ändern möchtest, dann brauchst du keinen Jahreswechsel. Du hättest es längst getan.

In diesem Sinne einen guten Start ins neue Jahr 🙂

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