Besprechungen sind meist ›Monologe in Serie‹, alle sitzen an einem großen Tisch – doch jeder spricht nur für sich. Jeder weiß, was richtig wäre und ist davon überzeugt, dass die Anderen falsch liegen. Durch den Schlag-Abtausch von Argumenten wähnen sich die Teilnehmer in einer Kommunikation.

William Isaacs bringt es auf den Punkt:

»Beim Sprechen geht es häufig darum, die eigene Meinung durchzusetzen, die eigene Überlegenheit klar zu machen, das eigene Terrain zu behaupten. Konferenzteilnehmer lauern auf den ersten Augenblick des Schweigens, wie der Jäger auf seine Beute, das mit bereits festgelegten Gedanken geladene Gewehr in der Hand, und feuern dann los, ohne Rücksicht auf den Kontext. Das einzige, was zählt, ist die Kugel, die sie abfeuern.«

William Isaacs, ‚Dialog als Kunst gemeinsam zu denken‘

Nach der Besprechung beklagen sich viele über das sinnlose Zeitvergeuden. Die Mehrzahl ist unzufrieden.

  • Welche Monologe in Serie hältst du?
  • Hörst du überhaupt noch hin?
  • Oder hast du schon vor der Besprechung zu gemacht?
  • Gibst du dem Gesagten Raum, dass es sich entfalten kann?
  • Kannst du dir vorstellen, dass du unrecht hast?
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