Jeder betrachtet die Welt mit seinen Augen. Das berühmte Glas Wasser, halb voll oder halb leer – eine Frage der Betrachtungsweise. Unserer Betrachtungsweise liegen Annamen, Erfahrungen, Erwartungen und die aktuelle Situation zu Grunde. 

Quintessenz
  • du entscheidest über das System, in dem du lebst
  • andere definieren die Möglichkeiten deines Systems entscheidend mit
  • deine Landkarte entspricht nicht der Realität
  • wähle sorgfältig deine Umgebung, sie prägt dein System
  • Veränderung am System stoßen auf Widerstand
  • weißt du, wer die Regeln in deinem System macht

Realität entsteht im Kopf

Kurz gesagt: Unser Denken beeinflusst uns Art und Weise wie und was wir wie erleben. Im Kopf konstruieren wir die Realität.

Das ist auch nicht neu, sondern über tausende Jahre alt. Eine dieser Quellen ist der hawaiianische Schamanismus. Dort ist es mit »Ike« bekannt.

Rainer Maria Rilke schreibt dazu:

Jeder schafft die Welt neu mit seiner Geburt, denn jeder ist die Welt.

~ Rainer Maria Rilke

Die Landkarte im Kopf

Jeder von uns trägt seine eigene Welt in sich, seine Landkarte der Realität. Mit dieser Landkarte gestalten wir unser leben, integrieren wir uns in Systemen (oder auch nicht).

Ein Beispiel, dass dein Weltbild im wahrsten Sinne des Wortes in Frage stellt?

Hier die bekannte Weltkarte.

Du kennst sie bestimmt aus der Schule. Sie bildet die Realität ab. Doch sie bildet sie sehr verzerrt wahr.

Ich mache es kurz. Grönland ist 14 x kleiner als Afrika. Doch vergleiche diese mathematischen Größen mit der Abbildung auf dieser Weltkarte.

Es gibt eine Version der Weltkarte, welche die wirklichen Größenverhältnisse berücksichtigt. Seit 1855 ist diese bekannt.

Mit der Mercator Landkarte bauten wir uns eine Welt, die nicht der mathematischen Realität entsprach. Sie entsprach unserer macht-politischen Absicht. Europa im Mittelpunkt, sehr viel größer dargestellt als es der Landmasse entspricht.

Den Artikel zu diesem Thema findest du hier.

Alle Systeme sind willkürlich

Die Folge aus diesen Aussagen ist, dass alle Systeme willkürlich sind. Die einzige Frage ist, wie gut funktioniert das System für dich, in welchem du lebst?

Hier Beispiele für Systeme:

  • Freunde und Bekannte, fühlst du dich wohl?
  • Körper, fühlst du dich in deinem Körper wohl?
  • Familie, bist du mit dem Status zufrieden?
  • Arbeit und Beruf, wem verkaufst du deine Zeit?
  • Finanzen, was tust du mit deinem Geld, wer bekommt es?
  • Gesellschaft, bist du mit den Werten, Gesetzen, Regeln zufrieden?
  • Träume, träumst du lediglich oder lebst du deine Träume?

Wie gut ist das System für dich, in welchem du dein Leben gestaltest?

Dir gefällt dein System nicht?

Wenn es dir nicht gefällt, tue etwas, verändere dich – damit veränderst du dein System. Erwarte jedoch Widerstand. System sind träge, sie wollen den Status Quo erhalten. Sie wollen, dass du so bleibst wie es deine Rolle aktuell im System definiert ist. Ob dir diese Rolle gefällt oder nicht, spielt für das System keine Rolle.

In der GFK gibt es drei Ebenen der Veränderung:

  1. Die Arbeit an dir Selbst => fange bei dir an!
  2. Die Arbeit im bestehenden System => damit veränderst du das bestehende Systeme!
  3. Die Arbeit an neuen Systemen => etabliere neue Systeme!

Bei jeder Veränderung sei dir bewusst, dass du alleine nicht das System in einer Richtung entwickeln kannst. Du kannst Impulse geben, dich entscheiden manche Dinge anders zu tun. Wie dein System darauf reagiert, was sich genau verändert, ist das Ergebnis des Zusammenspiels aller am System beteiligter. Es wäre eine gute Idee, für deine Veränderung Mitstreiter zu gewinnen.

Sei dir jedoch klar, dass es denjenigen, die aktuell vom dem System profitieren nicht gefallen wird, wenn du dich veränderst. Systeme sind träge.

»Die Lehre von Systemen lehrt uns, dass ein System vor allem dazu neigt sich aufrechtzuerhalten, weiterzulaufen. Das ist das Gesetz der Homöostase, der Selbstregulation eines biologischen Systems. In einem System wie der Familie, des Paares oder anderer Beziehungen, verursachen Unterschiede und Meinungsverschiedenheiten Angst, weil darin die Gefahr gesehen wird, dass das System aus dem Gleichgewicht gebracht wird und auseinanderfallen könnte. Deshalb wird oft versucht, die Einheit schnellstmöglich wiederherzustellen, durch Kontrolle oder Unterwerfung. Um also die familiäre oder partnerschaftliche Symbiose oder die Homöostase unseres Systems wiederzufinden, erzwingen wir unsere Lösung und fordern von allen, einverstanden zu sein oder geben sofort ohne zu diskutieren nach. Wir flüchten oder wir greifen an, wir begegnen einander nicht. Dabei ist ein Konflikt oft eine Gelegenheit zu wachsen.«

~ Thomas d’Ansembourg

Abschlussfrage

Alle Systeme sind willkürlich, die Entscheidung in welchem du lebst liegt ganz bei dir! Wer definiert dein System, in dem du lebst?

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