Die Menschen, welch sonderbares Volk. Wissen nicht woher sie kommen und wohin sie gehen, glauben intelligent zu sein, sich die Erde untertan machen zu müssen, glauben durch Nutzungsansprüche (Eigentum) glücklicher zu werden. Die ewige Suche nach dem Glück, welch eine Illusion. Wie eine Welle, welche das Wasser sucht.

Einer der großen Unterschiede zwischen Europa und Afrika ist das Verständnis von Glück. Für viele Europäer ist Glück erstrebenswert. Um glücklich zu sein, tun Europäer sehr viel: Sport, Einkaufen, Arbeiten, Sparen … Glück gilt in Europa als etwas, das ausserhalb von einem liegt, jedoch durch aktives Zutun erlebt – wenn auch nur zeitweilig – werden kann.

Ganz anders für viele Afrikaner. Dort ist Glück die Ausgangsbasis allen Lebens. Die Menschen sind mit der Geburt glücklich und fragen sich, was sie mit diesem Glück anfangen können. Sie streben nicht danach, sie sind es. Ist dies ein Grund, warum wir Europäer im Vergleich zu den Afrikaner so wenig lachen, fröhlich sind, Gelassenheit ausstrahlen?

Goethe wußte dies noch:

»Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.«

Johann Wolfgang von Goethe

Wie sehr jeder Mensch von seinem Umfeld, seiner Kultur, seiner Zeit geprägt ist, beschreiben Otto und Felicitas Betz wundervoll:

»Wenn ich anderen Menschen begegnet wäre,
dann wäre ich ein anderer geworden.
Hätte ich andere Bücher gelesen,
würde ich anders denken.

Als Sohn eines anderen Landes
hätte ich andere patriotische Gefühle.
Von einer anderen Religion umfangen,
spräche ich andere Gebete.

In einem anderen Jahrhundert beheimatet,
strebte ich anderen Idealen nach.
Wäre ich auf andere Fragen gestoßen,
würde ich andere Antworten suchen.

Von welchen Voraussetzungen bin ich abhängig?
An welchen Bedingungen hängt meine Existenz?«

Otto und Felicitas Betz

Welche Verhältnis hast du zum Glück? Musst du es dir erarbeiten, fällt es dir ab und an zu? Strebst du täglich danach? Läufst du dem Glück hinterher, oder erkennst du es in dir?

Was würde in deinem Leben passieren, wenn du Glück als etwas gegebenes, vorhandenes ansehen würdest? Wenn du es wie ein Afrikaner betrachten würdest? Was machst du aus dem dir verfügbaren Glück?

Diese Sichtweise verändert nicht die Vorfälle des Lebens, sondern deine Sicht darauf.

»Die Linie des Lebens 
ist alles andere als gerade
, manchmal ein breiter Weg
, manchmal ein schmaler Pfad
, manchmal steil, manchmal ruhig
 wie langsam fließendes Wasser. Jeder Tag ist verschieden
 vom vorhergehenden 
und vom nachkommenden, 
jedoch voll von Überraschungen 
und dennoch hat er seine 
präzise Gesetzmäßigkeit
 in jedem kleinsten Teilabschnitt. Das Leben ist das größte Abenteuer
e, ist die große Reise, 
es ist der große Weg.«

Friedensreich Hundertwasser

Falls du jetzt Glück als einen Bestandteil von dir betrachtest, was machst du mit der „freien“ Zeit, Energie, die du jetzt zur Verfügung hast? Wie verändert sich dein Leben, wie veränderst du dich? Woran erkennt dein Umfeld die Veränderung?

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