»Wer zu der Erkenntnis gelangt, dass seine eigene Wahrheit nur eine Teilwahrheit ist, die Irrtümern unterliegen kann, und dass die Irrtümer anderer häufig eine in vielerlei Hinsicht lehrreiche Wahrheit beinhalten, wird sich freiwillig im Hintergrund halten und seine Mitmenschen achten.«

Liou Kia-hway

 

»Ein jeder hat seine eigene Art, glücklich zu sein, und niemand darf verlangen, dass man es in der seinigen sein soll.«

Heinrich von Kleist

 

»Ein guter Reisender hat keine festen Pläne
und strebt nicht nach dem Ziel.
Ein guter Künstler läßt sich von seiner Intuition führen,
wohin sie will.
Ein guter Wissenschaftler hat sich von Begriffen frei gemacht
und hält seinen Geist offen für das, was ist …

Er ist bereit, alles zu nutzen
und vergeudet nichts.«

Lǎozǐ, Dàodéjīng, Kapitel 27 (nach Mitchell)

Passend dazu:

»Kapitel 27 des Dàodéjīng besagt, dass die Besten ihres Faches nicht an Axiome, Regeln und Einschränkungen gebunden sind, sondern sich von ihrer offenen, intuitiven Phantasie leiten lassen. Dies heißt jedoch nicht, dass sie ihren Geist nicht durch breite und gründliche Studien vorbereitet hätten.«

Greg Johanson und Ron Kurtz

 

»Ich sehe mich als einen Wandernden,
der verschiedene Wege ausprobiert,
neuen Landschaften und Menschen begegnet
und in diesen Begegnungen das findet,
was das Leben sinnvoll macht.«

Gerhard Schulze

 

»Anders gesagt, bei der Meditation können wir unsere Existenz, unser Sein als etwas erfahren, das unsere Gedanken zwar enthält, aber nicht durch sie bedingt oder vom Denkprozess begrenzt ist. Man erfährt Gedanken, benennt sie als Denken und kehrt zum Atem zurück, der sich verstörmt und sich im Raum verteilt.«

Chogyam Trungpa

 

»Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt… «

Rainer Maria Rilke

 

»There is a vitality, a life force, an energy, a quickening that is translated through you into action, and because there is only one of you in all of time, this expression is unique. And if you block it, it will never exist through any other medium and it will be lost. The world will not have it. It is not your business to determine how good it is nor how valuable nor how it compares with other expressions. It is your business to keep it yours clearly and directly, to keep the channel open.«

Martha Graham

 

»Wer unruhig ist, vollbringt nichts; wer etwas vollbringt, kennt keine Unruhe.«

Feng Meng Long

 

»Ein Mensch lebt friedlich auf der Welt,
weil fest und sicher angestellt.

Jedoch so Jahr um Jahr, wenn’s lenzt,
fühlt er sich sklavenhaft begrenzt
und rasselt wild mit seinen Ketten,
als könnt er so die Seele retten
und sich der Freiheit und dem Leben
mit edlem Opfermut ergeben.

Jedoch bei näherer Betrachtung
spielt er nur tragische Verachtung
und schluckt, kraft höherer Gewalt,
die Sklaverei und das Gehalt.

Auf seinem kleinen Welttheater
mimt schließlich er den Heldenvater
und denkt nur manchmal noch zurück
an das einst oft geprobte Stück,
das niemals kam zur Uraufführung.

Und er empfindet tiefe Rührung,
wenn er die alte Rolle spricht
vom Manne, der seine Ketten bricht.«

Eugen Roth

 

»Im Leben geht es nicht darum,
sich selbst zu finden.
Im Leben geht es darum,
sich selbst zu erschaffen.«

Ulrich Schaffer

 

»Das größte Potential besitzt eine leere Tasse.«

Thomas Rehehäuser