Ersparen wir uns einen Blick auf die Bibel („Liebe deinen nächsten – wie dich selbst“) und schauen wir auf diese Aussagen (in Anlehnung an Hay, Louise L. Gesundheit Für Körper & Seele. Ullstein Buchverlag, 1999):

  • Wir beschimpfen und kritisieren uns andauernd.
  • Wir misshandeln unseren Körper mit Nahrungsmitteln, Alkohol und Drogen.
  • Wir entscheiden uns zu glauben, wir seien nicht liebenswert.
  • Wir scheuen uns, einen angemessenen Preis für unsere Arbeit zu fordern.
  • Wir erschaffen Krankheiten und Schmerzen in unserem Körper.
  • Wir schieben Dinge auf die lange Bank, die eigentlich gut für uns wären.
  • Wir leben in Chaos und Unordnung.
  • Wir bürden uns selbst Schulden und Belastungen auf.
  • Wir ziehen Menschen in unsere Leben, die uns herabwürdigen.
  • Wir geben anderen Menschen die Verantwortung für unser Leben.
  • Wir kümmern uns mehr um Beziehungen zu Dingen oder anderen Menschen, als um die Beziehung zu uns selbst.

Findest du dich und dein Leben in diesen Aussagen wieder?

Selbstliebe, denkst du an Narzissmus, Egoismus und Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen? Selbstliebe als Wurzel allen Übels?

Das Gegenteil ist richtig. Fehlende Selbstliebe ist der Auslöser für sehr viel Leid.

Mit Selbstliebe meine ich die Fähigkeit, die Einstellung dich selbst anzunehmen, wie du bist. Dich selbst für liebenswert zu halten. Dich in deinem Körper wohl zu fühlen.

Diese kleine Frage: „Glaube ich, dass ich so – so wie ich bin – liebenswert bin – ohne etwas dafür tun zu müssen, haben zu müssen, sagen zu müssen, fühlen zu müssen?“

Wie willst du andere Menschen lieben – wenn du dich selbst nicht liebst?

Selbstliebe bedeutet auch, für deine Bedürfnisse zu sorgen und die anderen Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Daraus folgt, dass du zuerst auf deine Bedürfnisse schaust. Zuerst sorgst du für dich, dass es dir gut geht.

Wie willst du dafür Sorge tragen, dass es anderen gut geht – wenn es dir selbst nicht gut geht?

Selbstliebe klärt den Blick auf dich und die Welt. Du streifst die Erwartungen anderer Menschen („Du sollst …“, „Du musst …“) wie unbequeme Kleider ab. Lässt unmenschliche Glaubenssätze hinter dir, sie verblassen nach und nach. Glaubenssätze wie „Ich muss perfekt sein, immer!“ sind unmenschlich, der Mensch ist nicht perfekt. Das Leben ist lebenswert, liebenswert, weil wir alle nicht perfekt sind. Weil wir alle Dinge tun, die wir selbst nicht so richtig verstehen, weil wir Fehler mehrmals machen, weil wir voller Gefühle, Erwartungen, Sehnsüchten, Hoffnungen sind.

Selbstliebe zeigt dir die Verantwortung für dein Leben auf. Die Verantwortung für dein Leben gehört nicht anderen Menschen, nicht Dingen und nicht Religionen – die Verantwortung für dein Leben gehört dir.

Selbstliebe zaubert dir ein Lächeln auf deine Lippen, wenn du an dich und all deine Eigenschaften denkst. An all die Dinge, die dir gelungen sind, die dir nicht gelungen sind.

Selbstliebe gibt dir Zeit und Kraft, dich um die wichtigste Beziehung in deinem Leben zu kümmern – die Beziehung zu dir selbst.

Selbstliebe bedeutet für mich, mich selbst anzunehmen – in all meiner Vielfalt. Mich darum zu kümmern, dass es mir gut geht. Ohne meine Mitmenschen aus dem Blick zu verlieren. Um aus dieser Haltung in der Welt zu sein, achtsam den Augenblick wahrzunehmen, zu gestalten.

Liebst du dich selbst?

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