Gewohnheiten sind etwas wundervolles. Wenn zum Frühstück der Kaffee oder der Tee  zubereitet ist und herrlich duftet – eine tolle Gewohnheit. Oder wenn die Bahn pünktlich kommt,  gewöhnen wir uns schnell daran. Gewohnheiten erfüllen deine Bedürfnisse.

Gewohnheiten orientieren sich an der Vergangenheit. Wir reduzieren unsere Unsicherheit im Leben durch Gewohnheiten. Gewohnheiten geben dir Sicherheit, Orientierung und Vorhersehbarkeit.

Genau diese Eigenschaften machen Veränderungen schwierig. Diese Schwierigkeit tritt in Form von Widerständen auf. Wie oft packen wir Veränderungen nicht an, weil die Widerstände zu groß sind?

Louise Hay (Hay, Louise L. ‚Gesundheit Für Körper & Seele‘. Ullstein Buchverlag, 1999, S. 100ff) hat dies wundervoll dargestellt. Sie beginnt mit nonverbalen Reaktionen als Anzeichen für Widerstand. Die Widerstände rechtfertigen wir mit unseren Vermutungen und Überzeugungen. Die nächste Ausweichmöglichkeit ist die Abgabe der Verantwortung an andere Menschen, an die Umstände. Hilft dies auch nicht, kommen unsere Vorurteile ins Spiel, auch Vorurteile dir selbst gegenüber.

In der nächsten Stufe spielst du die Karte Verzögerungstaktik aus. Die oft dazu führt, dass du nach gewisser Zeit die Notwendigkeit einer Veränderung leugnest. Alles begleitet von bewussten, unbewussten, ausgesprochenen, unausgesprochenen Ängsten.

Nonverbale Reaktionen

  • zu wechselst das Gesprächsthema
  • du verlässt das Zimmer
  • du kommst zu spät zum Termin
  • du wirst krank
  • du hast wichtigeres zu tun
  • du verweigerst die Aufmerksamkeit
  • du beginnst eine neue Beziehung, wechselst den Job
  • du produzierst eine Panne

Vermutungen und Überzeugungen

  • es würde mir nicht helfen
  • mein Partner würde es nicht verstehen
  • bei mir ist alles ganz anders
  • niemand sonst tut es
  • es gehört sich einfach nicht, es ist nicht richtig
  • niemand aus meiner Familie hat dies je getan
  • es ist viel zu teuer
  • es wird zu lange dauern
  • so ein Mensch bin ich nicht

Abgabe der Verantwortung

  • das ist nicht Gottes Wille
  • das Umfeld passt dazu nicht
  • die anderen werden es nicht zulassen
  • mir fehlt noch der richtige Kurs, Seminar, Buch
  • ich habe keine Zeit dafür
  • die anderen sind noch nicht so weit
  • ich möchte niemanden verletzten

Vorurteile dir selbst gegenüber

  • ich bin zu alt, jung
  • ich bin zu dick, dinn
  • ich bin zu stark, schwach
  • ich bin zu klug, dumm
  • ich bin zu arm, reich

Verzögerungstaktik

  • das mache ich später
  • meine Stimmung ist gerade nicht danach
  • du hast wichtigeres zu tun
  • es kommt auf meine To-Do-Liste
  • dafür ist es bereits zu spät
  • du musst dich erst noch entscheiden, was wichtig ist

Leugnung

  • letztes Mal ging es auch gut
  • bisher bin ich gut damit gefahren
  • es löst sich von alleine

Ängste

  • ich bin noch nicht bereit
  • ich könnte scheitern
  • ich könnte alles verlieren
  • andere lehnen mich dann ab
  • was denken wohl die Nachbarn
  • ich müsste mich verändern
  • niemand soll erfahren, dass ich ein Problem habe
  • ich will und kann meine Gefühle nicht zeigen
  • schaffe ich das wirklich, was, wenn ich es nicht schaffe

Bei der nächsten Veränderung lese diesen Artikel und suche dir einen Grund aus, warum du es nicht tust. Alternativ kannst du diesen Artikel lesen und es trotzdem tun, trotz der Unsicherheit, trotz der Widerstände, trotz der Angst. Es ist dein Leben, du gestaltest es.

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