Werbung spiegelt unsere Gesellschaft sehr gut wider. Biologische Lebensmittel, Mobiltelefone, Urlaub, Pausensnacks (…) und die Umwelt. Das ist uns wichtig. Dafür wird geworben, weil die Werbemacher hoffen, dass wir auf diese Themen anspringen und diese Produkte, Dienstleistungen kaufen. Vor allem die Umwelt, für die tun wir ›fast‹ alles. Umweltschutz, ein ganz, ganz großes Thema in Deutschland, zumindest auf dem Papier. Dabei ist Umweltschutz, ein leeres, ein falsches Wort.

Umweltschutz bedeutet laut Duden „Schutz der natürlichen Umwelt“, Wikipedia schreibt „Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt mit dem Ziel der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage aller Lebewesen mit einem funktionierenden Naturhaushalt.“.

Drei Thesen

  1. Die Umwelt braucht keinen Schutz. Die Umwelt, der funktionierende Naturhaushalt, reguliert sich selbst.
  2. Was wir mit Umweltschutz betreiben, ist der Schutz der Rahmenbedingungen, die der Mensch, insbesondere der westliche Mensch, zum Überleben braucht.
  3. Wir verstehen weder die Wirkungen unseres Handelns auf die Umwelt, noch die Möglichkeiten diese Wirkungen wieder rückgängig zu machen.

Die Trennung von Umwelt und Mensch ist nur scheinbar. In diesem Sinne gibt es keinen Umweltschutz, sondern es sollte „Menschenschutz“ heißen. Alles was wir tun, um die Umwelt zu erhalten, tun wir, weil diese aktuelle Umwelt – unsere Überlebens-Umwelt ist.

Vor über 300 Jahren hat dies Hans Carl von Carlowitz treffen gesagt:

»Der Mensch kann niemals wider der Natur handeln, sonder nur mit ihr.«

Hans Carl von Carlowitz, 1645 – 1714

Eine Umwelt, die 10 Grad wärmer wäre, ist für Menschen ungemütlicher oder tödlich. Der Umwelt an sich, der Natur machen 10 Grad nur insofern etwas aus, da sich viel verändern wird.

Wir überleben nur in dieser Natur

Die Natur braucht den Menschen nicht – wir brauchen die aktuellen Umweltbedingungen zum Überleben!

Warum wir diese zerstören, plündern, mit Füßen treten, um kurzfristige Gewinne, Annehmlichkeiten erzielen zu können, ist eines der großen Geheimnisse der Menschheit. Werden wir einmal eine Spezies sein, die sich selbst ausgelöscht hat?

1972 hat E. F. Schumacher dies in ‚Small is beautiful‘ beschrieben:

»Der moderne Mensch erfährt sich selbst nicht als Teil der Natur, sondern als eine von außen kommende Kraft, die dazu bestimmt ist, die Natur zu beherrschen und zu überwinden. Er spricht sogar von einem Kampf gegen die Natur und vergißt dabei, dass er auf der Seite der Verlierer wäre, wenn er den Kampf gewönne.«

E. F. Schumacher

Der Mensch ist kein ausstehender Gestalter der Natur, die Natur ist keine Maschine, die nur den ›richtigen‹ Input braucht, damit sie funktioniert. Der Mensch ist ein sehr kleiner Teil der Natur. Jede Trennung innerhalb dieser Natur ist willkürlich und spiegelt die Realität in kleinster Weise wider. Deshalb ist es nicht egal, was mit den Bienen passiert, was mit den Wäldern passiert, wo Fracking betrieben wird, wo Öl gebohrt wird, welche Verpackungen wir produzieren, wo und wie unsere Lebensmittel hergestellt werden, wo wir Schadstoffe produzieren …

Ein Comic, the Scarecrow

Es keine Trennung zwischen Mensch und Natur. Alles ist eins. Alles wirkt sich aus.

»Der Weise betrachtet Himmel und Erde und alles, was sich dazwischen befindet, als eine grosse Einheit, er betrachtet alle Menschen unter dem Himmel, seien sie nah oder fern, als seine Brüder, da er weiss, dass wir alle derselben Quelle entspringen.«

Yen Yüan

Abschlussfrage

Umweltschutz ist Menschenschutz: Ist dir Menschenschutz wichtig? Was tust du dafür?

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