Freude, jeder will sie, alle finden Freude toll. Kinder können sich noch freuen. Sie brauchen dafür keinen Feierabend, kein Fernsehen, kein Geld, keine Macht, keine Reisen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Freude (und das Lachen) der Menschen ab, die Gesichter werden langsam steif. Warum ist dies so und was kannst du tun, um die Freude wieder zu entdecken?

Im täglichen Ablauf unserer Angelegenheiten werden die Zeiträume zum Verweilen immer seltener. Mehr und mehr Tätigkeiten werden auf die gleiche Anzahl täglicher Stunden verteilt. Freie Minuten beansprucht das Handy mit Email, Twitter, Facebook & Co. Momente der Stille, der Ruhe, des Wartens, des Nichts-Tun empfindest du langweilig, unangenehm.

In der Hetze des Alltags nimmt die Wahrscheinlichkeit der spontanen Freude ab. Die geplante Freude (z. B. Feierabend, Urlaub, …) gewinnt an Bedeutung. Geplante Freude, klingt nicht nur schrecklich, sie ist es auch. Motto: »So, jetzt sind wir alle lustig, wer sich damit schwer tut, der trinkt ein wenig Alkohol, das hilft bestimmt.« Oder: »Jetzt haben wir Urlaub, wir fliegen ans Meer und lassen es uns zwei Wochen mal gut gehen. Damit tanken wir Kraft für die restlichen 50 Wochen des Jahres. Also, keine negative Stimmung, sondern lasst uns ausgelassen, fröhlich und entspannt sein.«

Alternativ zur geplanten Freude gibt es die spontane Freude. Als Kinder kannten wir das noch. Doch in der Schule lernten wir, dass Freude nur in den Pausen gelebt werden darf. Oder zu Hause, aber nicht beim Essen, oder wenn Papa fern schaut. Dann kam der ›Ernst des Lebens‹, das Arbeitsleben, und die Freude verlor weiter an Boden. Wir haben gelernt, dass wir Freude einkaufen können. Wir können eine Komödie im Kino anschauen. Wir können uns an Fasching verkleiden. Wir können ein Witzebuch lesen. Wir können Alkohol trinken, um uns mal wieder richtig über banale Dinge freuen zu können. Wir machen uns über andere Menschen lustig, um Freude in unser Leben zu bringen.

Wie können wir die spontane Freude wieder entdecken?

Es braucht die kleinen Momente der Achtsamkeit, die es jeden Tag auch in deinem Leben gibt. Egal wo du bist, frage dich …

  • Wie stehst du gerade?
  • Was ist deine innere und äußere Haltung, sind diese stimmig?
  • Wie sitzt du gerade?
  • Wo bist du gerade, was nimmst du wahr?
  • Was beschäftigt dich gerade, die Vergangenheit (was gerade war), die Zukunft (was gleich sein wird)?
  • Wie fühlt sich dein Körper an, spürst du etwas besonderes?
  • Fange nicht an zu werten, sondern spüre, fühle, entdecke.

Diese kleinen Momente der Achtsamkeit gibt es jeden Tag, in fast unendlicher Fülle – wenn du sie wahr-nimmst. Wenn du im Augenblick bist, an dem Ort, an dem du gerade bist. Wenn deine Gedanken diesen Augenblick, diesen Ort auf-nehmen, wahr-nehmen.

Nun kannst du atmen. Atme, atme tief ein und aus. In aller Ruhe, in deinem Rhythmus. Nun kannst du ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern. Nichts verändert dein Umfeld so stark wie ein Lächeln. Probiere es aus. Ein Lächeln bleibt niemals allein.

Im Augenblick deiner selbst bewusst sein, verbunden mit deiner Atmung, ein Lächeln auf den Lippen – eine bessere Einladung an die Freude gibt es kaum.

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