Wählen ist in Deutschland von den Stichworten ›Nichtwähler‹, ›Wahlmüdigkeit‹, ›Politikverdrossenheit‹ geprägt. Bei einer Landtags- oder Bundestagswahl mobilisieren viele von uns noch die Wahl-Energie und wählen. Die anstehende Europawahl hatte 2009 eine Wahlbeteiligung von nur 43 %.

Wie erfrischend ist es, dass es in anderen Ländern sehr zielgerichtete und klare Wahlregeln gibt. Hier ein Auszug aus der FAZ zur aktuellen ›Wahl‹ in Nordkorea:

»Die Veranstaltung ernsthaft eine Wahl zu nennen, tut ihr freilich zu viel Ehre an. Die Kandidaten für die rund 700 Sitze sind von der Partei bestimmt. Auf jedem Stimmzettel steht nur ein Name. Der Gang zur Wahl ist Pflicht und die Vorbereitungen werden vom Apparat mit „großer politischer Begeisterung“ ausgeführt, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur schrieb. Nicht zu wählen oder mit Nein zu stimmen, ist nicht erlaubt.«

FAZ, 09.03.2014, 08:51 Uhr

Erwähnenswert ist ein Blick in den Film ›Camp 14‹ über die erzieherischen Maßnahmen in diesem Land. Lief am Mittwoch bei Arte.

Wir haben eine Wahl-Möglichkeit. Wer nicht wählt, gibt seine Verantwortung für die Gemeinschaft am Wahltag ab, besser gesagt, er nimmt die Verantwortung nicht an. Beruhigt kann er dann die nächsten Jahre auf die Anderen schimpfen, und was die hätten alles machen sollen – oder nicht sollen.

Das bedeutet nicht, dass mit der Abgabe der Wahlstimme alles gut wird. Aber es ist ein erster Schritt in Richtung verantwortliche Mitbestimmung in unserer Gemeinschaft – und unsere Gemeinschaft braucht Bürger mit Eigenverantwortung.

»Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.«

Franca Magnani
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