Die Falken zähmen als Sinnbild für unser Sein, für unseren Weg im Umgang mit den fast unendlichen Möglichkeiten, die wir durch unser Sein haben.

»Besucher fragen einen Einsiedler in der Wüste, ob es ihm nicht langweilig sei. Der aber versichert, er habe genug zu tun den ganzen Tag: „Ich habe zwei Falken zu zähmen, zwei Sperber abzurichten, zwei Hasen aufzuhalten, eine Schlange zu behüten, einen Esel zu beladen und einen Löwen zu bändigen!“ – „Aber wo sind denn deine Tiere?“ fragen die Besucher neugierig.

 

Da erzählt der Weise von seinen Tieren:

 

„Die zwei Falken sind die Augen, die sich auf alles stürzen, was sich bewegt. Sie sind schwierig zu zähmen. Die Sperber, die Greifvögel sind unsere Hände, die alles fassen und nichts wieder loslassen wollen. Die zwei Hasen, die ich aufzuhalten habe, sind die Füsse, die mit uns auf und davon rennen, Haken schlagen und uns unstet sein lassen. Am schwersten ist es, die Schlange, also die Zunge zu zähmen. Selbst das Gehege von 32 Zähnen ist machtlos gegen eine Zunge. Und dann ist der Esel zu beladen, unser Körper. Wie oft gleicht er einem Lasttier. Überlädt man ihn, wird er störrisch und schlägt aus, macht nicht mehr mit. Und schliesslich gibt es, einen Löwen, den König der Tiere, das Herzstück des Menschen zu bändigen. Das Herz ist ein trotzig und verzagt Ding. In ihm schlummern Riesenkräfte, die zum Guten gebändigt sein wollen.

– So habe ich den ganzen Tag genug zu tun.“«

Unbekannt

Was wir tun, was wir lassen, womit wir uns beschäftigen, was unsere Gedanken sind, wie es in unserem Herzen aussieht, all dies obliegt unserer Entscheidung, bewusst oder unbewusst. Sich dessen bewusst zu werden und achtsam damit umzugehen, um sich selbst besser zu erkennen.

Abschlussfrage

Wie gehst du mit deinen Falken, Sperber, Hasen, Schlange, Esel und Löwen um? Beherrschen sie dich oder du sie?

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