Wasser bedeutet Leben – ohne Wasser kein Leben. Da ist es gut zu wissen, dass der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt sich um das Wasser sorgt. Für ihn ist Wasser als öffentliche Gut eine Extremlösung, besser wäre es wenn wir Wasser einen Wert geben würden (besser gesagt, wenn Nestle Wasser verkaufen könnte).

Also möchte er Wasser zu einer Ware machen. Und bei einer Ware ist es so, wer kein Geld dafür hat, bekommt die Ware nicht! Und da es ohne Wasser kein Leben gibt …

Nestle ist weltgrößter Abfüller von Trinkwasser.

Bleibt zu hoffen, dass er es selbst nicht glaubt was er da sagt. Wenn doch, dann glaubt er, dass ein Menschenrecht auf Wasser eine Extremlösung ist und die Privatisierung von Wasser (am besten an Nestle) die beste Lösung (für Nestle ist).

Was die Privatisierung von Wasser bedeutet, kann an verschiedenen Beispielen wunderbar dargestellt werden. Und immer wieder kommt es dann zu erheblichen Preissteigerungen, geringeren Investitionen in Infrastruktur und sinkende Wasserqualität.

Eines der Probleme ist, dass die Versorgung von Wasser erhebliche Investitionen und kontinuierliche Wartungen nach sich zieht. Investitionen, die sich leider nicht mit der Amtszeit eines Vorstandsvorsitzenden decken (und dessen Erfolgsrechnung). Investitionen, die teilweise über 30, 40 bis 60 Jahre halten müssen. Und diese Investitionen wollen auch gewartet werden, erneuert werden. Leider ist es aus wirtschaftlicher Sicht eines Unternehmens kurzfristig besser, solche Kosten zu schieben. Siehe dazu Beispiel aus Grenoble, dort wurde die Privatisierung (u. a. nach der Aufdeckung der Bestechung des Bürgermeisters, der dafür 5 Jahre Haft bekam) wieder rückgängig gemacht.

Und wenn es ganz schlimm kommt, dann übernimmt der Staat die Wasserversorgung wieder und der Steuerzahler kann die not-wendigen Investitionen bezahlen. Die Unternehmen haben ihren Gewinn bereits abgeschöpft.

Sehenswerter Film, „We feed the World“, hier ein Auszug.


Auch sehenswert: Wasser, Macht, Geld; eine Dokumentation (siehe auch Youtube, leider für Deutschland gesperrt). Oder

Und zum Abschluss eine Frage: Wer verkauft uns eigentlich das Trink-Wasser in Flaschen? Nestle!

Und wer will unser Trink-Wasser aus dem Wasserhand verkaufen? Nestle.

Welche Motivation hat Nestle das richtig gutes Wasser aus dem Wasserhahn (zu günstigen Preisen) kommt?

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