Danke ist ein schönes Wort. Schon als Kinder bekommen wir beigebracht Danke zu sagen. Und manche von uns sagen es dann auch fleissig. Und wie oft ist es ein leeres Wort, ohne Inhalt, ohne Bedeutung, gesagt, weil es zu sagen erwartet war oder weil es der eigenen Gewohnheit entspricht.

Leer, weil wir nichts damit verbinden, weil wir nichts damit ausdrücken.

Die Inselbewohner von Papua-Neuginea kennen kein Danke. Milde Drüke beschreibt es so. „Das verbindende ist eher, was der Mensch von sich aus, von innen her, dem anderen zukommen lässt. Einfach indem er achtungsvoll mit dem Anderen umgeht.“ „Ich bin da als Fremder, als Gast, und ich habe, so wie ich das in Deutschland gelernt habe, sage dann Danke für alles möglich. Irgendwann haben sie mich darauf hingewiesen, Danke, dass sagen wir hier nicht. Wir helfen uns immer, wir sind alle füreinander da. Aber wenn mal wirklich was außergewöhnlich sein sollte, dann sagen wir ‚ateu owa‘. Das heißt dann wohl Danke, aber wörtlich übersetzt heißt das ‚Mein Herz zu Dir‘. Und das ist für mich Verbundenheit ‚ateu owa‘.“

Mein Herz zu Dir. Ateu owa.

Manchmal ist er der Blick in andere Gesellschaften, der unsere eigene Gesellschaft in einem neuen Licht erscheinen lässt. Der uns selbst neue Dinge aufzeigt. Was bedeuten uns Worte, die uns so leicht über die Lippen gehen. Warum sprechen wir sie aus? Was verbinden wir damit? Sind sie mehr Hülle als Inhalt? Wenn unsere Worte mehr Hülle wären, welche Auswirkung hat das für uns selbst?

Ateu owa

Milda Drüke hat auch Bücher über ihre Reisen geschrieben, hier zu Ihrer Homepage. http://www.milda-drueke.de/

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