Es ist paradox. Auf der einen Seite möchte niemand ›normal‹ sein. Auf der anderen Seite tun sich viele Menschen mit dem Anderen, dem Unbekannten, dem Unterschied zu einem selbst schwer.

»If there’s any message to my work, it is ultimately that it’s OK to be different, that it’s good to be different, that we should question ourselves before we pass judgment on someone who looks different, behaves different, talks different, is a different color.«

Johnny Depp

Hinterfrage, hinterfrage, hinterfrage. Es gibt so viele Dinge in unserem Alltag für all-täglich für uns sind. So alltäglich, dass sie uns gar nicht in das Bewusstsein kommen, gar nicht hinterfragt werden können. Und wenn sie jemand fragt, dann kommen 1000 gute Gründe, warum dies so sein sollte.

Manchmal sollten wir uns fragen, wem nützt es, dass es so ist – wie es ist! Wem nützt es, dass wir unsere „Lebensmittel“ bei Aldi & Co. einkaufen? Wem nützt es, dass wir immer mehr zu abgepacktem Essen greifen, dass wir Zuckerwasser mit Farbe trinken? Wem nützt es, dass unser Wasser durch halb Europa transportiert wird, damit wir es für 1,99 Euro den Kasten kaufen können. Wem nützt es, dass unsere Pullover immer billiger werden?

Und wir können uns fragen, wem schadet es. Wem schadet es, dass wir fliessend Wasser aus dem Wasserhahn haben, sauberes, klares, trinkfertiges Wasser? Wem schadet es, dass unsere Brötchen im Ausland vorgebacken werden? Wem schadet es, dass wir viele von uns nur auf den Preis einer Ware schauen, ohne auf die Bedingungen zu schauen, unter denen die Ware produziert wurde?

Wem nützt es, wem schadet es – zwei wichtige Fragen. Und je nachdem auf welcher Seite man steht, auf der der Nutzniesser – oder auf der der Geschädigten wird man wohl für das eine oder andere argumentieren. Doch sollte unsere Position abhängig von dem eigenen Nutzen sein – egozentrisch?

Die Wirtschaftswissenschaften haben mit dem homo oeconomicus schon die Antwort gefunden – der Mensch als Nutzenmaximierer! Als Egoist! Als Prinzip führen die Wirtschaftswissenschaften folgendes ein: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht! Wie naiv war ich während meine Studiums der Wirtschaftswissenschaften, als ich dieses Prinzip noch als richtig anerkannt habe.

Welche Position nimmst Du ein? Glaubst Du, dass wenn jeder an sich denkt, an alle gedacht ist? Betrachtest Du die Situationen immer aus Deiner Nutzenperspektive?

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